Deutsche Kommunikationsprofis glauben an die Zukunft traditioneller Medien

Traditionelle Medien werden auch in Zukunft großen Einfluss als Meinungsbildner ausüben, glauben deutsche Kommunikationsprofis. Dies zeigt eine Studie, die MS&L Deutschland heute veröffentlicht. Zwei Drittel der von uns befragten PR-Leute und Journalisten in Deutschland sind davon überzeugt, dass die Bedeutung von Tageszeitungen, Magazinen und Fernsehen stabil bleiben wird, sieben Prozent gehen sogar von einer steigenden Bedeutung aus; lediglich 27 Prozent sehen deren Einfluss künftig schwinden.

Damit unterscheidet sich die Einschätzung in Deutschland signifikant von derjenigen etwa in den USA, wo rund 40 Prozent der Befragten einen sinkenden Einfluss traditioneller Medien erwarten. Am kritischsten wird deren Rolle in Skandinavien beurteilt, wo ihnen 45 Prozent eine abnehmende Bedeutung vorhersagen.

Entsprechend unterschiedlich fällt die Bewertung des aktuellen Einflusses traditioneller Medien und neuer Formen sogenannter ‚Sozialer Medien’ wie Online-Communities und Blogs aus. Während einhundert Prozent der Befragten in Deutschland und immerhin 95 Prozent in Großbritannien den traditionellen Medien einen starken oder sehr starken Einfluss attestieren, sind dies in den USA nur 83 Prozent.

55 Prozent der Befragten in den USA und sogar 72 Prozent in Großbritannien meinen, ‚Soziale Medien’ hätten heute bereits einen großen oder sehr großen Einfluss auf die öffentliche Meinung; in Deutschland dagegen halten 60 Prozent ihren Einfluss für begrenzt. Am progressivsten zeigt sich auch hier wieder Skandinavien: drei Viertel der Skandinavier schreiben Sozialen Medien großen oder sehr großen Einfluss zu.

Mein Fazit: trotz der aktuellen Kassandra-Rufe zum vermeintlichen Untergang der Presse glauben Kommunikationsprofis und Journalisten weiter an deren Zukunft. Dazu passen jüngste kritischere Töne zum Hype um das ‘Mitmachweb’ als Nachrichtenmaschine.

Die Unterschiede zwischen einzelnen Regionen und Ländern allerdings, was die Einschätzung klassischer und neuer Medien angeht, sind signifikant. Es wird spannend sein zu verfolgen, welche Auguren mittelfristig recht behalten.

MS&L International Public Relations hatte im Januar 2009 133 PR-Profis und Journalisten aus 39 Ländern zu Einschätzungen und Praktiken hinsichtlich internationaler Kommunikation befragt.

Die komplette Studie ist einsehbar unter: www.mslworldwide.de

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