(ÖR-)Fernsehen und seine Sicht auf Wirtschaftsvertreter

Handelsblatt-Reporter Hans-Peter Siebenhaar weist anlässlich des Wirbels um Katja Riemanns NRD-Interview auf ein grundlegenderes Problem hin: die mangelnde Fairness im (nicht nur) öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Umgang mit Gesprächspartnern, gerade auch aus der Wirtschaft.

Tatsächlich muss man heute sehr intensiv überlegen, ob man einem Kunden bei einer Interview- oder gar Talkshowanfrage eine Zu- oder Absage empfiehlt. Zu häufig ist der “Plot” des Beitrags bereits festgeschrieben, bevor überhaupt mit den Beteiligten gesprochen wurde. Zu oft ist die populistische Gut-Böse-Konstellation bereits zementiert. Zu selten bietet das Interview tatsächlich die Chance, Argumente vorzubringen, sondern wird anschließend im Schneideraum auf die von vornherein festgeschriebene Rolle des Unternehmensvertreters zurechtgestutzt.

In diesem Sinne ist Siebenhaar durchaus zuzustimmen, wenn er scheibt: “Die mangelnde Fairness ist der Hauptgrund, weshalb es heute nicht nur Provinz-Moderatoren, sondern auch den Stars der Zunft wie Günther Jauch, Markus Lanz oder Sandra Maischberger kaum noch gelingt, Top-Entscheider aus der Wirtschaft auf das Sofa zu holen. Interviews mit Vorstandschef aus den Dax-30-Konzernen zu wirklich wichtigen Themen wie Euro-Krise oder Mindestlohn finden nicht statt. Dabei wäre gerade das spannend für den Gebührenzahler.”

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